Weingut Helmut Barzen

Neues vom Sündenfall

 

Eva war ja jene Hippe,
die Gott aus einer Adam Rippe,
nach Hühnern, Gänsen, Ziegen, Affen,
für Adams Zeitvertreib geschaffen.

Sie war jedoch kein Zeitvertreib,
vielmehr war sie ein böses Weib.
Das machte einstmals auf Figürchen
durch Obstverzehr und Schlankheitskürchen.

Dafür hat Adam, wie Ihr wisst,
für Eva mittels Schlangenlist,
die Äpfel seines Herrn geklaut
und brachte sie der Eva Braut.

Und da auch er zu guter Letzt
an Leibesfülle angesetzt,
schloss er sich Evas Kuren an.
Das hätt` er besser nicht getan.
Denn Gott hat jene Apfelpracht
für die Vermarktung nicht gedacht.

Padautz, beim heimlichen Verzehr
flog Engel Michael daher.
Darüber blieb die Krotz vor Schrecken
in Adams vollem Halse stecken.
Und da steckt sie, Ihr lieben Leut`
als Adamsapfel uns noch heut`.

Doch neben jenem Apfelbaum,
Ihr edlen Zecher glaubt es kaum,
da wuchs an einem Eichenstock
ein wunderschöner Rebenstock.

Der trug zu unsres Gottes Ehren
die allerbesten Traubenbeeren.
Der Schöpfer hat, dank seiner Kraft,
aus jenem edlen Traubensaft,
ein` Trank kreiert mit güld`nem Schein
und nannte diesen Rieslingwein.

An diesem sollt` sich Adam laben,
doch Eva wollte Äpfel haben.
Als er darauf das Paradies
mit Eva, seinem Weib, verließ,
dacht` ich an seine Zeit zurück.

Warum hatt` ich nicht dieses Glück,
statt seiner im Paradies zu sein?
Ich ließ` die Äpfel Äpfel sein
und lallte noch im Rieslingrausch:
Ich mache keinen Apfeltausch
und bleibe bei dem Saft der Reben.
Könnt` heut` im Paradies noch leben!

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Verfasser leider unbekannt, da uns das Gedicht vor vielen Jahren einst zugesandt wurde ohne weitere Informationen über den begnadeten Schreiberling.

 

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